Friedrichstraße

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Am Schnittpunkt der Schelling-, Keppler- und Friedrichstraße - in unmittelbarer Umgebung des noch in der Bolzstraße gelegenen Bahnhofs - entstanden zahlreiche Gasthäuser und Hotels.
1895 wurde in der Friedrichstraße 28 das zu dieser Zeit luxeriöste und modernste - mit elektrischem Licht und Zentralheizung ausgestattete - Stuttgarter Hospiz1 Viktora eröffnet, nach nur einem Jahr Bauzeit!
Durch seine perfekte Lage direkt am damaligen Kopfbahnhof machte es zu einem beliebten Haus für Geschäftsreisende, internationale Gäste und Tagungen.
In den 1930er‑Jahren nutzten auch die Nationalsozialisten das Hotel für Veranstaltungen; Adolf Hitler übernachtete dort mindestens einmal.
Bei einem Luftangriff 1944 wurde das Gebäude schwer getroffen. Die Ruinen standen der später geplanten „autogerechten Stadt“ im Weg, weshalb man sie in den Nachkriegsjahren abtrug.
Heute würde der südwestliche Gebäudeteil die Richtung Rotebühlplatz führende Bundesstraße (Friedrichstraße) überdecken.

 

1 im deutschsprachigen Raum war Hospiz lange Zeit ein gehobenes Wort für Gasthaus oder Hotel, gemeint hier »vornehmes Haus für Reisende«

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