Ludwigsburger Straße

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An der Ecke Ludwigsburger und Bottwarstraße1, gegenüber dem Gasthaus Ochsen und dem Adler, stand einst ein vornehmer Villenbau mit repräsentativem Portaleingang. Dieses verfügte im hinteren Bereich über einen schön angelegten Garten mit Rondell. Das Haus wurde im Jahre 1811 von dem Sattlermeister Carl Eiben (1784 - 1860) erbaut, der im Jahre 1825 nach Cannstatt umzog. Dieser Carl Eiben war ein Neffe von Christian Gottfried Eiben, Gründer der Zeitung »Schwäbischer Merkur«. Das Haus beherbergte zunächst eine Sattlerei, dann die Leder- und Kohlenhandlung Lantzer. 1871 wurde es von G.R. Knecht erworben, der einen Handel mit Materialwaren, Eisen- und Kolonialwaren betrieb, sowie eine Holz- und Kohlenhandlung.
Der schöne Garten wurde damals wohl zum Lagerplatz. 

G. R. Knecht, nach welchem das Haus fortan Knecht'sches Anwesen genannt wurde, war übrigens der Bruder des Betreibers der Knecht'schen Ziegelei. 1908 verkaufte G.R. Knecht sein Anwesen an die Stadt Zuffenhausen, die, nachdem sie auch schon das Gasthaus Adler erworben hatte, dort ein neues Rathaus bauen wollte. Diese Pläne wurden nicht verwirklicht. Im Knecht'schen Anwesen waren dann verschiedene städtische Kanzleien und auch das Standesamt untergebracht. 
Bei Kriegsausbruch 1914, als das Militär die Zuffenhäuser Kelter mit Beschlag belegte, wurde von den Wengertern im Knecht'schen Anwesen gekeltert. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg waren dort, trotz Fliegerschaden, städtische Ämter einquartiert, z.B. die Ausgabestelle der Lebensmittelkarten.

Nachdem das Grundstück in den Achtzigerjahren lange als Parkplatz gedient hatte, steht dort heute ein modernes Geschäftshaus2

 

1 damals noch Kirchstraße
2 aus: W.Schweikart et al; Zuffenhausen ond dromrom von A-Z; Band 1; 2005

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