Der heutige Stuttgarter Stadtteil Vogelsang entwickelte sich aus einer ländlichen Talbucht, die einst vom Vogelsangbach durchflossen und zur städtischen Wasserversorgung genutzt wurde. Seine urbane Geschichte begann in der Gründerzeit ab 1850, als der Stuttgarter Westen rasant expandierte.Die flachen Teile des Tals wurden zügig bebaut. Es entstand die für den Westen charakteristische, dichte gründerzeitliche Blockrandbebauung wie man auf der historischen Aufnahme gut erkennen kann.
Vor allem entstanden Wohnhäuser für Arbeiter und Handwerker, sowie 1886 - ganz in der Nähe - eine Kaserne Moltke-Kaserne. Nachdem die Talsohle bebaut war, folgte in den 1920er und 1930er Jahren die Erschließung der steilen Hänge. Hier entstand unter Mitwirkung berühmter Architekten wie Paul Bonatz die markante Hangsiedlung »Im Vogelsang«.
Im Netz der Stuttgarter Straßenbahn entstanden im Laufe der Jahre an den Endstationen zahlreiche Wendeschlelfen, die durch mehrere Strassen führten. So auch am nahen Straßenbandepot »Vogelsang« Links fährt gerade ein Triebwagen die Schleife Vogelsang von der Bebelstraße kommend über die Herder-, Forst und Spittastraße wieder zur Bebelstraße, während von rechts über den Botnanger-Sattel ein weiterer Straßenbahnwagen Richtung Innenstadt abbiegt.
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