Hegelstraße

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Knapp 10 Jahre nach dem Bau der St. Nikolai Kirche nahmen die Fotografen der Gebrüder Metz aus Tübingen den Straßenabschnitt ins Visier und vertrieben im Anschluss das Motiv als Postkarte.
Nach dem Tod der Königin Olga wurde und nach Vorschlag der Herzogin Wera Konstantinowa mit finanzieller Unterstützung des russischen Zaren der Bau einer orthodoxen Kirche in Stuttgart vorangetrieben, so dass am 18. Dezember 1895 die Hl. Nikolaus-Kathedrale eingeweiht wurde und im Anschluss Gottesdienste stattfinden konnten. Der von den Architekten Eisenlohr und Weigle konzipierte Bau aus roten Ziegelsteinen auf einem Sockel von weißen Sandsteinen hat sein Vorbild in den Moskauer Kirchenbauten des ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts.

Während des 2. Weltkrieges war die Kirche bis zu ihrer fast kompletten Zerstörung in der Nacht zum 13. September 1944 Heimat vieler »Ost- und Zwangsarbeiter«. Mit der bis auf die Außenmauern zerstörte Kirche verlor die Gemeinde nicht nur die imposante Kuppel und den Helm des Glockenturmes, sondern auch ihre kostbare Innenausstattung. Entgegen der typischen Haltung der Nackriegsjahre, derart beschädigte Gebäude abzureisen, wurde die Kirche wieder weitgehend originalgetreu aufgebaut und 1996 grundlegend restauriert. Ein russischer orthodoxes Glockengeläut, das einzige seiner Art in Süddeutschland, ruft seit dem Osterfest 1998 die Gläubigen zum Gottesdienst.

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