Leonhardsplatz

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Kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges ist von der malerischen und architektonischen Erscheinung der Gebäude rund um den Leonhardsplatz nichts mehr übrig. Der Blick der Statue auf dem Nachtwächterbrunnen geht in's Leere. Rechts im Vordergrund das an der Marktstraße gelegene und schwer beschädigte Breuninger Kaufhaus, links der übrig gebliebene 68 Meter hohe Rathausturm der - anders als die angrenzenden Gebäude um den Markplatz herum - knapp ein Jahr vor der historischen Aufnahme nicht vollständig durch die Fliegerangriffe im Juli 1944 zerstört wurde.
Der städtische Charakter und der Charme des Leonhardsplatzes werden in den darauffolgenden Jahren vor allem durch einen bevorzugten Straßenbau dem Verkehr geopfert.

Manfred Müller beschreibt sehr zutreffend die aktuelle Geschichte des Leonhardplatzes1:
»Wohl kaum ein Amtsvertreter hätte es wagen können, nur wegen der Verkehrsplanung ernsthaft ein halbes Stadtviertel zum Abbruch freigeben zu wollen. Erst die Verwüstungen durch die Fliegerangriffe, vor allem mit Brandbomben, gaben - wie makaber - die Flächen frei, die sich für neue Verkehrsachsen anboten«.

 

1 Manfred Müller - 50 Jahre Stadtbahnbau in Stuttgart; Herausgeber SSB

 

 

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