Der von den Stuttgarter Architekten Schmid & Burkhardt entworfene Krankenhauskomplex an der Tunzhofer Straße wurde nach einer zweijährigen Bauphase im Mai 1894 feierlich eingeweiht. Die weitläufige Anlage folgte dem damals modernen Prinzip einer funktional gegliederten, pavillonartigen Struktur. Zentrales Element war ein langgestreckter Gebäuderiegel in dem ein Krankenbau mit 175 Betten, ein zentraler Betsaal (Kapelle) und ein Altersheim mit 200 Plätzen baulich miteinander verknüpft waren. Um diesen Hauptriegel gruppierten sich dezentral verschiedene freistehende Wirtschafts-, Verwaltungs- und Personalwohngebäude. Diese funktionale Trennung der einzelnen Bereiche sollte die Organisation optimieren und die Hygiene auf dem Gelände verbessern.
Zwischen der Tunzhofer Straße und dem Hauptgebäude erstreckte sich eine großzügige Parkanlage. Dieser Patientengarten betonte mit seiner repräsentativen Gestaltung im Stil des Historismus den ländlich-erholsamen Charakter des Hospitals und ist in veränderter Form mitsamt seinem alten Baumbestand bis heute erhalten geblieben.
In den darauffolgenden Jahrzehnten erfuhr die Struktur des Hospitals kontinuierliche Erweiterungen: Im Jahr 1896 kamen die sogenannten „Armenbauten“ hinzu, die Platz für über 500 bedürftige Menschen boten. Während des Ersten Weltkriegs, zwischen 1914 und 1916, wurde das Areal erweitert, welche fortan die neurologisch-psychiatrische Abteilung beherbergten.erkennen.
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