Die Pfarrstraße bzw. das Gebiet um die heutige Pfarrstraße – am Übergang zwischen Bohnen- und Leonhardsviertel – lag im Mittelalter außerhalb der eigentlichen Stuttgarter Stadtmauer und gehörte zur Leonhardsvorstadt. Die Straße ist gewissermaßen ein Überbleibsel des alten Stadtgrundrisses, während große Teile der historischen Umgebung verschwunden sind.
Über lange Zeit war die damalige Straße von dicht bebauten, kleinteiligen Wohn- und Handwerkerhäusern geprägt. Unweit der Leonhardskirche und des dortigen Marktplatzes befand sich an der Einmündung zur Pfarrstraße ein Kraut- bzw. „Krempelesmarkt“, auf dem Händler aus den Filderorten ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse verkauften.
Der Zweite Weltkrieg – insbesondere der Luftangriff vom 25. Juli 1944 – und die anschließende autogerechte Stadtplanung der Nachkriegsjahre veränderten die historische Umgebung grundlegend. Von der einst dicht bebauten Vorstadt ist heute nur noch ein Teil des historischen Stadtgrundrisses erhalten.
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