Taubenheimstraße

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Das repräsentative Mehrfamilienhaus an der Ecke Taubenheim- Wiesbadenerstraße entstand in der späten Gründerzeit (1890-1910 zu einem Zeitpunkt, als sich Bad Cannstatt durch den Bauboom rund um den Kurpark zu einem gehobenen Wohnquartier für das Stuttgarter Bürgertum entwickelte. Das Gebäude ist ein klassisches Beispiel für den Historismus in Cannstatt. Typisch für diese Eckhäuser ist die markante, abgeschrägte Eckerhöhung zur Wiesbadener Straße hin, die den Straßenraum städtebaulich dominiert. Die Fassade kombiniert zeittypische Werkstein- und Klinkerelemente.

Die in der alten Postkarte zu erkennenden Straßenbahnschienen lassen eine genauere Datierung zu, da erst ab Juli 1897 die Linie 1 und ab 1911 auch die Linie 11 innerhalb Cannstatts verkehrte (Haldenstraße und Waiblinger Straße). Wie in diesem Zeitraum üblich und modern, wurden Postkarten nachträglich koloriert.

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